Demenzratgeber

Dementenschutzsystem in Ihrer Region

Für Pflegeeinrichtungen ist MILAN das ideale System zum Schutz von Menschen mit Demenz. Auf Grund der regionalen Nähe ist MILAN die erste Wahl für Seniorenresidenzen und Pflegeheime, die Wert auf vor Ort verfügbare Ansprechpartner für Beratung, Service und Systemerweiterungen legen.

Hinlauftendenz – eine besondere Herausforderung der Demenz

Menschen mit Demenz haben nicht grundsätzlich gleiche Symptome. So gibt es Bewohner*innen, die zwar starke Beeinträchtigungen des Raum- und Zeitgefühls („Leben in der eigenen Welt“) und/oder des Sprachzentrums haben, verhalten sich aber im Heimalltag ruhig und unauffällig. Sie nehmen – manche mehr, manche weniger – am Heimleben teil und finden sich in ihrer näheren Umgebung zurecht. Andere sind wiederum körperlich eingeschränkt, so dass sie zur Bewegung grundsätzlich persönliche Unterstützung benötigen.

Eine besondere Herausforderung für das Heimpersonal stellen die sogenannten „Läufer“ dar. Früher ging man davon aus, dass Bewohner*innen umgangssprachlich abhauen, ausbüxen oder durchbrennen, kurz: Sie laufen vor etwas WEG. Mittlerweile ist bekannt, dass es sich nicht um ein WEGlaufen handelt. Denn demente Personen wissen ganz genau, wohin sie gehen. Sie haben ein Ziel, zu dem sie HINlaufen möchten. Deshalb hat sich im Zusammenhang mit Demenz anstelle des Begriffs Weglauftendenz der Begriff Hinlauftendenz durchgesetzt. (Darüber hinaus gibt es dennoch auch Menschen, die einen unkontrollierbaren Bewegungsdrang bzw. –zwang haben und nicht zwingend einen konkreten Anlass haben, um los zu laufen.)

Personen mit demenziell bedingter Hinlauftendenz haben die unterschiedlichsten Motive. In fast allen Fällen bedingt der Verlust des Zeitgefühls das Laufen, kurz: Sie leben in der Vergangenheit. So ist es nicht selten, dass eine Bewohnerin sich nachmittags auf den Weg macht, um ihre Kinder aus dem Kindergarten abzuholen. Natürlich ist sie – wie jeden Tag – in Eile, denn sie muss pünktlich dort sein, bevor der Kindergarten schließt. Am Abend macht sich hingegen ein Bewohner noch mal auf den Weg, um im Laden den Kassenabschluss zu machen und seinen Konsum abzuschließen. Dies hat der Geschäftsstellenleiter schließlich schon immer persönlich gemacht. Für die erkrankten Bewohner*innen sind diese Gedanken völlig normal. Hingegen ist es für das Pflegepersonal nicht immer klar ersichtlich, was genau den Menschen bewegt und den Impuls auslöst, los zu laufen. So kommt das plötzliche Verschwinden einer Person, die sich eben noch sichtlich zufrieden im Sessel zurück lehnte, meist überraschend.

Gefahren und Prävention

Ist es einem Menschen mit Demenz gelungen die Einrichtung zu verlassen, wird es schnell gefährlich. Gerade in Städten sind Pflegeheime infrastrukturell so gelegen, dass Bewohner*innen unmittelbar Teil des Straßenverkehrs sind. Ein hohes Verkehrsaufkommen kann zu Verwirrung und Desorientierung führen bzw. diese verstärken. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass Personen ihr eigentliches Lauf- Ziel schlichtweg vergessen und nunmehr orientierungslos umherirren. Besonders gefährlich ist auch der oft unmittelbare Zugang zu Verkehrsmitteln wie Bahnhöfen oder Bushaltestellen. Innerhalb kurzer Zeit können sich Bewohner*innen so viele Kilometer vom Pflegeheim entfernen, was ein eigenständiges Zurückkehren sowie ein rechtzeitiges Finden der Person nahezu unmöglich macht. Weitere Zusammenspiele wie Witterungsverhältnisse (Kälte, Glätte aber auch Hitze) sowie das Angewiesensein auf Medikamente können sehr schnell lebensbedrohlich werden.

Somit ist es für Pflegeeinrichtungen unabdingbar, aktiv dem unbemerkten Verschwinden von Menschen mit Demenz vorzubeugen. In erster Linie wird dies durch das verantwortliche Personal sichergestellt. Im Idealfall kennt das Personal „seine“ Bewohner*innen, die Geschichten der Menschen und ihre Leben. Doch nicht immer ist ersichtlich, was genau eine Person mit Hinlauftendenz im jeweiligen Augenblick triggert. Personalwechsel und -knappheit erschweren es zudem, alle im Blick zu behalten. So suchen immer mehr Einrichtungen nach modernen Technologien, um die Bewohner*innen vor den Gefahren außerhalb der Einrichtung zu schützen und gleichzeitig das Personal zu entlasten. Diesen Schutz bietet MILAN, indem jedes Verlassen des Wohnbereichs oder der Einrichtung im Ganzen SOFORT registriert und dem Pflegepersonal gemeldet wird. Ein verspätetes Bemerken, dass Bewohner*innen verschwunden sind, wird somit ausgeschlossen.

MILAN behält für Sie den Überblick, und ermöglicht den Menschen mit Demenz ein sicheres Lebensumfeld bei bestmöglicher Bewegungsfreiheit. MILAN schützt.

 

“Was ist MILAN?” bietet weiterführende Informationen über unser DeSo-Schutzsystem.

2. Ist Demenz gefährlich? Welche Gefahren bestehen bei Demenz?

Demenz an sich ist für die betroffene Person nicht bedrohlich. Jedoch kann die Beeinträchtigung der geistigen Fähigkeiten vielerlei Gefahren mit sich bringen, z.B. Brände durch vergessene, eingeschaltete Herdplatten, Wasserschäden durch vergessene, aufgedrehte Wasserhähne, Unfälle im Straßenverkehr durch fehlende Aufmerksamkeit oder falsches Einschätzen von Geschwindigkeiten sich nähernder Autos. Eine besondere Gefahr ergibt sich, wenn sich Menschen aufgrund dementieller Beeinträchtigungen – meist ohne Ankündigung – auf den Weg irgendwo hin machen.

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