Sicher leben mit Demenz – Hilfe für weglaufgefährdete Menschen

Wenn eine persönliche Betreuung nicht rund um die Uhr sichergestellt werden kann, bieten Dementenschutzsysteme Sicherheit für Menschen mit Hinlauftendenz. Für mehr Schutz und Lebensqualität bei Demenz.

Sicher leben mit Demenz –
Hilfe für weglaufgefährdete Menschen

Zuhause ist nicht immer der sicherste Ort.

Wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft im Sommer 2020 berichtete, leben in Deutschland derzeit rund 1,6 Millionen Menschen mit einer demenziellen Erkrankung. Zwei Drittel davon werden in ihrer eigenen häuslichen Umgebung bzw. bei ihren Angehörigen betreut und gepflegt. Jedes Jahr kommen 100.000 neu an Demenz Erkrankte, die noch zu Hause leben, dazu. Lebenspartner, Kinder oder Geschwister stellt insbesondere die Beaufsichtigung der dementen Verwandten vor große Herausforderungen. Demenz kommt schleichend. Was zunächst mit einfacher Vergesslichkeit beginnt, entwickelt sich oftmals schubweise zum Verlust des Zeitgefühls, wodurch u.a. Tageszeiten und Wochentagen durcheinander gebracht werden. Besonders gefährlich und für Angehörige sehr schwer nachzuvollziehen, ist es, wenn die betroffenen Dementen kein klares Empfinden mehr für Raum und Zeit haben. Dann passiert es, bei entsprechend guter körperlicher Verfassung, dass Personen meist ohne Ankündigung und somit schnell unbemerkt die geschützte Umgebung verlassen. Wichtig ist zu wissen, dass die Menschen nicht einfach weg laufen. Sie haben meist ein ganz konkretes Ziel. Nähere Informationen und Beispiele sind im Demenzratgeber  zu finden.

Unterstützung in der Betreuung von dementen Verwandten

Wenn die demenzbedingten Vorfälle, die sehr schnell zu ernsten Gefahrensituationen werden können, zu Hause von den Angehörigen nicht mehr zu bewältigen sind, stehen den betroffenen Familien verschiedene Unterstützungen zur Verfügung. Tagespflegestätten sind eine gute Möglichkeit, hilfebedürftige Menschen tagsüber gut betreut zu wissen.  Abends werden sie nach Hause gebracht und können so in gewohnter häuslichen Umgebung leben. Wenn diese zeitweise Entlastung der Angehörigen nicht mehr ausreicht, um die Menschen mit Demenz optimal zu schützen, entscheiden sich mittlerweile viele betroffene Familien verständlicherweise für eine dauerhafte Unterbringung der weglaufgefährdeten Person in einer Pflegeeinrichtung. Das dort auf stationäre Altenpflege ausgebildete und auf Demenz spezialisierte Personal ist in der Lage den von Demenz betroffenen Menschen in ihrer individuellen Erlebniswelt professionell und dennoch liebevoll zu begegnen. Oft werden auch Informationsveranstaltungen für Angehörige angeboten, um den richtigen Umgang mit Demenz zu lernen. Viele Heimbetreiber greifen zum Schutz der Bewohner*innen zusätzlich auf technische Assistenzsysteme zurück.

 

Mit MILAN bieten wir ein DeSo- Schutzsystem, welches jedes ungesehene Verlassen des Wohnbereichs oder der Einrichtung kontrollierbar macht. MILAN ermöglicht weglaufgefährdeten Menschen mit Demenz ein sicheres Lebensumfeld in Pflegeeinrichtungen und trägt zur Verbesserung der Lebensqualität bei.  MILAN schützt.

 

„Was ist MILAN?“ bietet weiterführende Informationen zum Dementenschutzsystem für Menschen mit Hinlauftendenz.

Herausforderungen für Heimbetreiber

Bereits die jetzigen Zahlen stellen die stationäre Altenpflege vor Herausforderungen. Heime, die nicht ausschließlich Bewohner*innen mit Demenz betreuen, geraten mit ihrer meist offenen Bauweise, also mehrere nicht dauerhaft überwachte Ein- und Ausgänge, an ihre Grenzen.  Für den Großteil der dort lebenden Menschen ist genau dies auch gelebte und geschätzte Bewegungsfreiheit. Für demenzkranke Personen mit Hinlauftendenz, also dem regelmäßigen Versuch die Einrichtung zu verlassen, wird dies schnell zur Gefahr.  Daher ist es für Betreiber von Seniorenheimen unerlässlich ein zeitgemäßes Demenzkonzept zu erarbeiten, umzusetzen und im Alltag zu leben.

MILAN Schützt Animation

Mit Begleitband wird kein Alarm ausgelöst

ALARM! Bereich wird ohne Begleitband verlassen